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Prag '02 - Gutes Pivo, Schlechtes Pivo

Verfasst: 1. Januar 1970, 01:00
von Hoopsi
Montag sind wir gg 19 Uhr nach 13 stündiger Fahrt in Prag angekommen und haben auch schon gleich unsere 'Touristenführerin' am Bahnhof kennengelernt, die uns dann per Bus und U-Bahn zu unserem Hotel geschleust hat. (Zu jenem Zeitpunkt hatten wir übrigens noch kein Bier getrunken!)
Die Zimmer in unserem Hotel waren für 6 Personen gedacht und folgendermaßen aufgeteilt:
#1: Sinni, Gärtner, Andi, Moritz, Martin und ich
#2: Lars, Basti, David, Max, Christoph und Möckel
#3: Unsere Mädels Frauke und Anna
#4: Herr 'Franky' Meske
Nach einer erfrischenden Dusche sind wir dann erstmal an die Hotelbar gegangen, wo wir zum ersten Mal tschechisches Bier (= Pivo) tranken und lieben lernten.

Am darauffolgenden Tag ging es auch gleich früh um 9 Uhr raus zu einer kleinen Stadtführung durch Prag, wo wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Prags im Schnelldurchlauf kennenlernten. Den Nachmittag hatten wir dann Freizeit und sind ein bischen durch die Innenstadt gebummelt, als wir zufällig einen Laden gefunden haben, wo man günstig tschechischen Absinth kaufen konnte. Obgleich uns der Verkäufer zu der sanften, roten Version dieses Teufelszeugs geraten hat, ließen wir uns nicht beirren und kauften dennoch den grünen, mit 70% ein wenig unter der Norm gefallenen Absinth. Daraufhin gleich zum Supermarkt, Pivo gekauft sowie getrunken und ein wenig Mittagsschlaf gehalten. Nach jener Erholungsphase und einigen Pivos machten wir uns dann auf den Weg, um unser Hotel samt 19 Stockwerken und jede Menge Touristen zu erkunden. Dabei lernten wir recht interessante Leute kennen, u.a. Afrob sowie einen sehr 'stämmigen' Oger! Von Afrob erfuhren wir, so erinnere ich mich, dass in Zimmer 710 eine Sexparty am Laufen sein sollte und so schickten wir unseren Christian Sinn samt seiner Video-Kamera dorthin, um auf Materialfang zu gehen. Im selbigen Zimmer lernte unser seitdem mit dem Spitznamen 'Porno Paule' gesegnete Christian S. dann zum ersten Mal die Karo und eine ihrer netten Freundinnen kennen. (Ich weiß jetzt den Namen nicht mehr, darum nenn' ich sie nun einfach mal 'Moby Dick'.) Motiviert wie wir waren haben wir am späten Abend noch unseren Absinth probiert, was sich am nächsten Tag als großer Fehler herausstellen sollte...

Wenn ihr nun wissen wollt, was an den kommenden Tagen noch so alles passiert ist und warum der Kauf des Absinths sich als großer Fehler darstellen sollte, schaltet ihr am besten morgen zur gleichen Zeit ein, wenn es mal wieder heisst: [b:1e1voy2k]Gutes Pivo, Schlechtes Pivo[/b:1e1voy2k]!

Verfasst: 1. Januar 1970, 01:00
von Hexe
ich sag nur: out of bed!!!! :lol: :lol:

Verfasst: 1. Januar 1970, 01:00
von StonedHero
ya.. und vergiss nicht von Highlights wie :

... dem Fahrstuhl mit dem bösen Busfahrer...
... der Aktion mit dem Keks ....
... denn kleptomanischen arbeitswütigen Putzfrauen .....
... dem Flomarkt ....
und
.... "den netten Viatnamesinnien vorm Schwarzlichttheater"

zu berichten

:prost :prost probs fly out 2 Prag 2002 Crew :prost :prost

Verfasst: 1. Januar 1970, 01:00
von Hoopsi
Aufgestanden, angezogen und ab zu Franky - das war mein Motto am Morgen des dritten Prager Tages... Aus jenem Tatbestand heraus setzte ich übrigens unbewusst einen neuen Modetrend, nämlich die "out-of-bed"-Frisur! Der Absinth hatte mich und die anderen ziemlich tight gemacht, so dass ich am Vormittag während der Besichtigung der Prager Burg eine ziemlich dreckige Phase hatte.
Daniel meinte mir dann meine Leiden abnehmen zu müssen, so dass es ihm anstatt mir ab dem Nachmittag mies ging... Schwindelanfälle und sogar Kotzattacken in einem netten, tschechischen Nobelrestaurant waren da natürlich für unseren Peter keine Besonderheit! Leider konnte er seine plötzliche Erkrankung nicht vorhersehen, so dass er sich Essen bestellte, was er dann aber nach einem Toilettenbesuch nicht mehr so wirklich verspeisen wollte. Während also alle anderen leckere Filet-Steaks zu sich nahmen, knabberte der Daniel lediglich vorsichtig an einem Stückchen Paprika!
Nach ein wenig Pivo, Mittagsschlaf und ein wenig mehr Pivo am Abend war Daniel allerdings wieder topfit, so dass die Party weitergehen konnte! Wir sind dann ein wenig mit dem Fahrstuhl gecruised, als ein etwas übergewichtiger, unbehobelter Busfahrer aus Deutschland unseren Aufzug samt Koffer beiwohnen wollte. Wir schafften es mit ihm gerade nochmal drei Stockwerke, als der Fahrstuhl plötzlich zwischen zwei Etagen stehenblieb. (Ob der wohl überladen war?) Aus dem Lautsprecher hörten wir auch gleich Resonanz auf unser Steckenbleiben... Leider hatte Sebastian sein fließend Tschechisch daheim vergessen, so dass er ein wenig die Nerven verlor. (mehrmals: SEID DOCH MAL RUHIG!) Von draussen bekamen wir aber auch gleich Flüssignahrung (Martini-Banane) mithilfe eines Strohhalms durch den kleinen Fahrstuhlschlitz verabreicht. Nach einer kleinen Stärkung bestimmten wir auch gleich die Hackordnung im Fahrstuhl - 'es ist doch wohl klar, wer als erstes von uns gegessen wird, oder?' Ihr werdet es nicht glauben, aber nach jenem Satz begann der Busfahrer noch mehr zu schwitzen und versuchte sich sogar bei uns einzuschleimen. ('Ey habt ihr mal nen Schluck Bier?')
Nach einer unbestimmt langen Zeit (30-45min) wurden wir dann schließlich befreit und genossen den restlichen Abend mit viel Pivo und wenig Absinth. Man lebt ja nur einmal! :)

Verfasst: 1. Januar 1970, 01:00
von Hoopsi
Nach der kleinen Sendepause heute nun die dritte Folge von [b:43yeqiex]GPZP[/b:43yeqiex]!

Der Vormittag des Donnerstags war recht angenehm, da wir mit dem Bus nach Theresienstadt, der Judenstadt, gefahren sind und man dort im - extra für uns - gemieteten Bus noch ein wenig dösen konnte!
(An den anderen beiden Tagen zuvor wurden wir mit teilweise sehr überfüllten Straßen- sowie U-Bahnen gequält...)
Die Führung dort hat lediglich 45min gedauert, da einige Bereiche aufgrund des Hochwasser noch nicht wieder vollkommen renoviert waren. Auch wurde unsere Vorstellungskraft einige Male auf die Probe gestellt, als der Fremdenführer uns mit Sätzen wie 'Hier stand vor dem Hochwasser noch ein Bett und dort hinten war vor wenigen Wochen noch...' beglückte.
Nach einer angenehmen Busfahrt wieder im Hotel angekommen, stillten wir zunächst unseren Durst und machten uns auf den Weg, einen gewissen 'Schwarzmarkt' in Prag ausfindig zu machen. Obgleich Bastis vorzüglicher Stadtkenntnisse (Basti in einem fremden Bus in einem unbekannten Viertel: 'So Jungs, zwei Stationen noch - dann müssen wir raus!') haben wir ihn leider nicht gefunden. :/
Während später dann die einen in unserem 6er Zimmer noch ein Mittagsschläfchen halten wollten, hatten sich Larsi, Paule und Doggy (= Moritz, benannt nach seiner coolen Doggy Style Jacke) mit Karo und Moby zusammengefunden, um das von Lars mit nach Prag geschmuggelte Bierspiel zu spielen. Trotz obszönen Lauten, einer gewaltigen Menge Pivo sowie einem Paule in Boxer-Shorts soll in jenem Nachbarzimmer allerdings nichts nichts unanständiges gelaufen sein!
Den Abend sind wir dann geschlossen ins 'schönste und grösste' Prager Theater gegangen, um uns eine Schwarzlicht-Aufführung von Goethes Faust anzukucken. Dabei lernten wir nette Taiwanesen sowie Vietnamesinnen kennen. Die erste Gruppe von Asiaten trafen wir im Theater selbst an. In einer netten Konversation mit einem der taiwanesischen Touristen machten wir allerdings den Fehler sie als Japaner einzuschätzen, was sehr zu ihrer Belustigung beitrug! (Wer hat hier sonst schon mal circa 20 Taiwanesen gleichzeitig lachen sehen? :))
Nachdem wir das Theater verlassen hatten, machten wir auch gleich eine weitere Bekanntschaft mit Asiaten, diesmal aber mit einem Rudel Vietnamesinnen. Sie waren sehr lustig drauf und waren wohl laufende Kiosk-Verkäuferinnen oder so. Jedenfalls boten Sie uns heißen Apfelkuchen für umgerechnet 10 Euro bzw. Sekt für etwa 15 Euro an! Obgleich der Peter aus Kabul sehr durstig war, hat er dennoch keinen Schluck Sekt getrunken! Auch das Betreten einer Sektbar verhalf ihm nicht seine Ängste gegenüber tschechischem Sekt zu überwinden und jenen Durst zu stillen! Zwischenzeitlich lernten wir übrigens noch einen netten Mann kennen, der uns sinngemäßig folgenden Zettel vor die Nase hielt: 'I am umemployed. I have two children. Do you have some money for me?' Obwohl der nette Mann uns nicht beantworten konnte, wie alt denn seine Kinder seien, war Peter dennoch so gnädig ihm ein wenig Geld zu überlassen!
Den späten Abend verbrachten wir damit in unserem Zimmer Pivo-Flaschen zu leeren, um aus diesen dann unser Studienfahrtslogo 'Prag 2002' zu 'dekorieren'! (Foto folgt hoffentlich bald!)